Ganzheitliche Veterinärmedizin

Akupunktur

„Wo nichts blockiert und alles fließt, da schmerzt es nicht!“

Akupunkturbehandlung bei einem Hund im Wohlfühlraum

Grundlagen

Was ist Akupunktur?

Nach einer gründlichen Untersuchung werden individuell die geeigneten Akupunkturpunkte mit dem Setzen von bestimmten Nadeln stimuliert. Die Akupunktur beeinflusst über das Nervensystem alle wichtigen physiologischen Systeme (Bewegungsapparat, Hormonsystem, Herz-Kreislauf-System etc.). Durch den Reiz der Nadel werden körpereigene, natürliche Stoffe freigesetzt, die schmerzlindernd, beruhigend und immunstimulierend wirken.

Die traditionelle chinesische Medizin geht davon aus, dass eine Erkrankung durch ein energetisches Ungleichgewicht hervorgerufen wird. Durch Stimulation von Akupunkturpunkten soll die Energie ausgeglichen und der Energiefluss korrigiert werden. Dadurch wird zur Heilung beigetragen.

Die Tierärztin untersucht einen Hund auf der Couch im Wohlfühlraum

Methoden

Welche Methoden der Akupunktur gibt es?

Je nach spezieller Indikation kommen neben der „Dry needle technique“, dem sogenannten Setzen von Nadeln, noch zusätzliche Stimulationsformen zur Anwendung.

  • Dry needle technique

    Das Setzen von Nadeln an den individuell ausgewählten Akupunkturpunkten.

  • Moxibustion

    Mit Hilfe einer speziellen Moxazigarre wird zusätzlich Wärme in bzw. um den Akupunkturpunkt und damit in die umliegende Muskulatur gebracht.

  • Elektroakupunktur

    Durch Stimulation mit geringem elektrischem Strom kommt es zu einer zusätzlichen Stimulation der Nadeln bzw. Akupunkturpunkte und somit zu einer verstärkten Wirkung, die v. a. bei Schmerzzuständen von essentieller Bedeutung ist.

  • Aqua- & Hämakupunktur

    Bei der Aquaakupunktur werden Flüssigkeiten an den Akupunkturpunkt injiziert; daneben gibt es noch die Hämakupunktur.

Die jeweils notwendige Behandlungsform kommt abhängig vom Patienten zur Anwendung!

Anwendung

Bei welchen Erkrankungen hilft Akupunktur?

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (Lahmheiten und Schmerzen, Arthrosen, Rückenprobleme, Hüftgelenksdysplasien, Lähmungen und Bandscheibenprobleme)
  • Chronische Erkrankungen der Atemwege (Asthma, Bronchitis, Sinusitis)
  • Allergien
  • Chronische Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes (Durchfall, Verstopfung, Erbrechen)
  • Harninkontinenz (Harnträufeln)
  • Hauterkrankungen und chronische Ohrentzündungen
  • „Altersbeschwerden“
  • Immunitätsschwächen (Anfälligkeit für Infektionskrankheiten)
  • Befindlichkeitsstörungen (Reizbarkeit, Ängste, Verlust der Lebensfreude)

Grenzen

Was sind die Grenzen der Akupunktur?

Zerstörte Strukturen (Knochenbrüche, oder auch im Sinne von degenerativen Prozessen wie bei Arthrosen) können nicht wiederhergestellt werden. Es können jedoch Schmerzen gelindert und Verspannungen, die aus Entlastungshaltungen resultieren, gelöst werden. Ziel ist es, auch bei chronisch-fortgeschrittenen Krankheiten die Lebensqualität zu verbessern.

Ein Hund liegt entspannt auf dem Behandlungstisch, die Tierärztin streichelt ihn

Wichtig zu wissen: Auch wenn es nicht immer möglich ist, eine Krankheit vollständig zu heilen, kann in vielen Fällen eine spürbare Linderung der Beschwerden erreicht werden!

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